Ausbau der A3 Nürnberg - Passau

Zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse wird die A3 zwischen dem Autobahnkreuz Regensburg und der Anschlussstelle Rosenhof auf einer Länge von 15 Kilometern von vier auf sechs Fahrspuren erweitert. Der Ausbau erfolgt im laufenden Betrieb. Daneben werden 16 querende Brücken zurückgebaut und erneuert. 

Leistungen

Bauüberwachung für den sechs-spurigen Ausbau der Fahrbahn inklusive 16 Brücken:

  • Beweissicherung der vorhandenen Bebauung wie Gebäude, Mauern, Flächen in bis zu 50 Metern Entfernung zur Baufeldgrenze 
  • Erschütterungsmessungen in angrenzenden Gebäuden 
  • Durchführung von Erkundungsbohrungen in Beton und HGT mit Probenahmen (150 Laufmeter) 
  • Bodenmechanische und chemische Analysen mit Bewertung und Ausarbeitung der Analysenergebnisse als Handlungsempfehlungen 
  • Kontrollprüfungen und Fremdüberwachung des Aus- und Wiedereinbaus der verwendeten Baumaterialien
Facts & Figures
Unternehmen

IFB Eigenschenk GmbH

Fertigstellung

2024

Kompetenzbereich

Gutachten + Prüfungen, Bodenmechanik + Geotechnik

Bauart

Neubau, Erweiterung

Gebäudeart

Straßenbau, Brücken

Ausgeführte Arbeiten

Erkundungsbohrungen, bodenmechanische und chemische Analysen, Erschütterungsmessungen, Beweissicherung, Kontrollprüfungen

Bauherr

Die Autobahn GmbH des Bundes

Bausumme

290 Millionen EUR (zusätzlich ca. 40 Millionen EUR für den Neubau der Bahnbrücke Burgweinting)

Länge

15 km

Projektbeschreibung

Die Autobahndirektion Südbayern plante den 6-streifigen Ausbau der Bundesautobahn A3 Nürnberg – Passau zwischen dem Autobahnkreuz Regensburg und der Anschlussstelle Rosenhof. Insgesamt wurde hierfür unter anderem 400.000 m² Asphalt verbaut. Zusätzlich wurden 16 Brücken neu gebaut, darunter die knapp 200 Meter lange Brücke über die Gleise der Deutschen Bahn in Burgweinting. Mit Rücksicht auf den Verkehr in der Region wurden nicht alle querenden Brücken gleichzeitig rückgebaut und erneuert, sondern etappenweise. Zudem mussten parallel oder quer zur Autobahn laufende Energie-, Wasser- und Gasleitungen verlegt werden. 

Um die angrenzende Wohnbebauung vor Verkehrslärm zu schützen, werden umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen mit Lärmschutzbelag sowie Lärmschutzwällen und Wall-/Wand-Kombinationen mit einer Länge von insgesamt 19 Kilometern und Höhen von bis zu 14 Metern umgesetzt.  

Im Zuge des rund 15 Kilometer langen Ausbaus der A3 ist es unvermeidlich, Eingriffe in Natur und Umwelt vorzunehmen. Kompensiert wird dies durch naturschutzfachliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Vorgesehen sind rund 10 Hektar an Ausgleichsflächen und 7,5 Hektar für die Pflanzung von Gehölzen. 

Die hohe Komplexität des Projekts erforderte viel Geduld, auch seitens der Verkehrsteilnehmenden. Durch das hervorragende Verkehrsmanagement der Baustelle ist auf dem Streckenabschnitt der A3, der ohnehin einer hohen Verkehrsbelastung standhalten muss, zu keiner Zeit eine Vollsperrung notwendig. Das Autobahnkreuz Regensburg und die fünf Anschlussstellen im Ausbaubereich Regensburg-Universität, Regensburg-Burgweinting, Regensburg-Ost, Neutraubling und Rosenhof können trotz der aufwendigen Arbeiten während des gesamten Bauverlaufs bis auf einzelne, tageweise Sperrungen geöffnet bleiben.

Vor Beginn der Erdarbeiten wurde das nähere Umfeld der Maßnahme mittels Beweissicherung aufgenommen, um möglicherweise bestehende Schäden von neu auftretenden unterscheiden zu können. Während der Bauausführung wurden zur Überwachung der Schwingungen im Boden Erschütterungsmessungen im Bereich sensibler Bauwerke während der erschütterungsintensiven Arbeiten durchgeführt. 

Im Vorfeld der Maßnahme wurden durch IFB Eigenschenk Erkundungen im Mittelstreifen, den Seitenstreifen und den Banketten durchgeführt. Zudem wurden Materialproben des angetroffenen Straßenunterbaus und des darunter anstehenden Bodens sowohl bodenmechanisch auf ihre Eignung als auch chemisch auf mögliche vorhandene Schadstoffe untersucht. Im Zuge der Erdarbeiten wurden außerdem Kontrollprüfungen im Rahmen einer Fremdüberwachung im Bereich von Dammschüttungen, Hinterfüllbereichen, im Straßenunterbau und -oberbau durchgeführt. 

Für Regensburg ist die A3 eine bedeutende Lebensader. Genutzt wird sie kommunal und regional sowie für Reise- und Fernverkehr. Rund 67.000 Fahrzeugen pro Tag, zu Urlaubszeiten wesentlich mehr, muss der Unterbau standhalten.

Impressionen