Nachhaltigkeit im Bau mit supergreen® von ingenhoven associates

Weltweit verbrauchen wir momentan das 1,7-fache der uns zustehenden Ressourcen. Die Baubranche trägt eine große Verantwortung, denn sie ist Mittreiber des Problems. Wir sehen uns in der Verantwortung Lösungen für eine nachhaltige Planung zu finden und umzusetzen.

Was ist unter den Bedingungen, in denen wir heute leben und arbeiten, das richtige Bauen? Und vor allem: Wie gelingt es uns, im Einklang mit den endlichen Ressourcen dieser Welt zu bauen? Unser ökologischer Fußabdruck übersteigt die Biokapazität der Erde, also die Kapazität unserer Ökosysteme. Das Netzwerk-Unternehmen ingenhoven associates, mit Hauptsitz in Düsseldorf, geht mit «supergreen®» das Thema Nachhaltigkeit ganzheitlich an. So soll zukunftsorientiertes und nachhaltiges Bauen weiter verstärkt werden.  

Supergreen® - Acht Punkte: 

  • Klimaneutralität: Gebäude werden ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben 
  • Replacement: Für bebauten Boden dieselbe Ausgleichsfläche Grün bereitstellen 
  • Extracurricular: Was kann ein Gebäude für die Allgemeinheit tun? 
  • Public Space: Öffentliche Ort schaffen und schützen 
  • Resilienz: Fähigkeit eines Ökosystems bei Störungen wesentliche Funktionen aufrechtzuerhalten 
  • Pandemic Proof: Gesundheit und Hygiene durch Filter, Frischluft und gesundes Raumklima 
  • Inklusion: Architektur darf keine Räume versperren 
  • Urbanes Grün: Pflanzen und Landschaft inkludieren für mehr Grün in der Stadt 
«Wie schaffe ich eine Gebäudehülle die kompakt ist und möglichst wenig Wärmeverluste erzeugt? »

Smarte Passivhäuser mit sehr komplexen Systemen für Luftströmung, Gebäudetechnik und die Sammlung von Regenwasser sind ein guter Lösungsansatz, welcher auch im Bauprojekt Bligh Sydney von ingenhoven associates umgesetzt wird. Durch die kompakte Bauweise und nachhaltige Doppelfassade Sonne wird eine Energieersparnis von 15 Prozent erzeugt. Neben der Ausrichtung zur Sonne hin und der damit verbundenen intensiven Nutzung des Sonnenschutzes gibt es auf der in Australien unbesonnten Südseite einen Frischluftatrium-Kanal welcher ventilierte Balkonflächen schafft. Durch Solar Cooling kann das Gebäude über die Wärmegewinnung aus der Sonnenenergie zusätzlich auch gekühlt werden.  

Für den Zürichsee Bau von Swarovski wird mit Hilfe eines hoch effizienten Systems das Seewasser genutzt, um zur aktiven Kühlung des Gebäudes beizutragen.  

 Bildrecht/Copyright ingenhoven associates
Bligh, Sydney

Das Marina One in Singapur hingegen benötigte eine Lösung, die an die lokal sehr starken Wetterschwankungen und die Windstille angepasst war. Aufgrund der hohen und konstanten Luftfeuchtigkeit und Temperatur wurde die Städteplanung und Gebäudestruktur mit der Aerodynamik abgestimmt und der Wind so kanalisiert und verstärkt. Mit ihren vielen Schlitzen und Öffnungen erzeugt die Form des Marina One zusätzliche Luftströmung, während durch die Fassadenbegrünung das Mikroklima des Gebäudes verändert wird und die Temperatur um das Gebäude herum um bis zu 2,5 Grad reduziert, wodurch das Gebäude weniger gekühlt werden muss, und Energie gespart wird. 

Wenn wir ehrlich sind, wissen wir doch bereits, was »das Richtige« ist. Es liegt allein an uns, Architekten, Bauherren, Politik und Gesellschaft, konsequent zu handeln, um unseren Planeten bestmöglich zu schützen und für künftigen Generationen zu erhalten. 

Bildrecht/Copyright ingenhoven associates
Marina One, Singapur
Bildrecht/Copyright ingenhoven associates
Kö-Bogen, Düsseldorf

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