Bald nehmen wir das Lufttaxi

Experten sind überzeugt: Ökologische Antriebe sowie neue Vehikel werde das Fliegen revolutionieren – und auch den Stadtverkehr. Studien laufen.

Ulrich Häp ist Geschäftsführer der igr Aerodrome Engineering GmbH, einer in Hamburg beheimateten Konzerngesellschaft von BKW Engineering. Seine Mission ist nichts Geringeres als unsere Flugzukunft. «Seit letztem November arbeiten wir in einem Forschungsprojekt daran, wie wir in urbanen Räumen Flughubs- und Flugpads realisieren. Auf diesen sollen künftig grün angetriebene Personenund Cargo-Drohnen starten und landen können», sagt er. Die Vision für den Verkehr von morgen: Anstatt im überlasteten Stadtverkehr im Stau zu stehen, bewegen wir uns etwa mit einem vertikal startenden und landenden, elektrischen Lufttaxi vorwärts. Zum Beispiel vom Flughafen zum Meeting mit Kunden. «In Dubai gibt es das schon für VIPs.» Ein Flug im Lufttaxi soll dabei nicht teurer werden als ein reguläres Taxi. «Elektro-Motoren sind einfacher zu warten, und es braucht keinen Brandschutz wie bei Verbrennern. Als Nebeneffekt kann man billiger fliegen», so Häp. Noch sitzt ein Pilot am Steuer. «Aber bis 2040 wird autonom geflogen», ist er überzeugt. Die grosse Herausforderung sei es dann, die Menschen zum Einsteigen zu bewegen. «Die Jüngeren sind dazu sicher eher bereit als die Älteren.» Sich der Entwicklung zu versperren, sei aber müssig. «Es ist wie beim Wechsel vom Pferd aufs Auto: Wer nicht mitmacht, guckt in die Röhre.» 

«Anstatt im überlasteten Stadtverkehr im Stau zu stehen, bewegen wir uns etwa mit einem vertikal startenden und landenden, elektrischen Lufttaxi vorwärts.»
Ulrich Häp (Geschäftsführer der igr Aerodrome Engineering GmbH)
@igr aerodrome / Ulrich Häp
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